outcome

Man kennt das ja: Ein Hollywood-Star hat Geld, Ruhm, Poolvilla, wahrscheinlich acht Designer-Hunde – und trotzdem geht’s ihm schlecht. Genau daraus bastelt Jonah Hill in Outcome eine Mischung aus Satire, Therapie-Session und Midlife-Crisis-Roadtrip.

Keanu Reeves spielt Reef Hawk, einen abgehalfterten Schauspieler, der wegen eines peinlichen Videos in Panik gerät und plötzlich sein ganzes Leben hinterfragt. Klingt erstmal spannend. Ist aber oft eher wie ein sehr teures Gespräch nach drei Gläsern Naturwein.

Das Beste am Film ist tatsächlich Reeves selbst. Der Mann schaut so traurig und müde in die Gegend, dass du ihm sofort glaubst, seit 20 Jahren nicht mehr richtig geschlafen zu haben. Er rettet viele Szenen allein durch seine melancholische Ausstrahlung. Ohne ihn wäre das Ding wahrscheinlich komplett auseinandergefallen.

Jonah Hill dagegen wirkt, als hätte er gleichzeitig eine Hollywood-Satire, eine Selbsthilfe-Doku und eine Twitter-Diskussion verfilmen wollen. Manche Dialoge treffen ins Schwarze, andere klingen wie Podcasts von Leuten, die „toxisch“ zu oft sagen.

Optisch sieht das Ganze immerhin ziemlich schick aus: viel Neon, viel Los-Angeles-Nachtstimmung, alles leicht verschwitzt und emotional übermüdet. Der Soundtrack von Jon Brion hilft ebenfalls ordentlich mit.

Aber unterm Strich bleibt Outcome ein Film, der unglaublich viel über Gefühle reden will, dabei aber vergisst, wirklich interessant zu erzählen. Man schaut zu, nickt manchmal anerkennend – und denkt zwischendurch öfter ans Handy als an die Handlung.

Fazit

Outcome hat ein paar gute Momente, einen starken Keanu Reeves und nette Ideen. Aber der Film hält sich selbst für deutlich tiefgründiger, als er tatsächlich ist. Eher ein stylischer Seelenkater als eine richtig bissige Hollywood-Komödie.

Outcome